Über AD(H)S

Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitäts-störung (ADHS) ist eine bereits im Kindesalter beginnende psychische Störung, die sich durch Beeinträchtigungen in den Bereichen Aufmerksamkeit und Impulsivität zusätzlich aber auch in ausgeprägter körperlicher Unruhe (Hyperaktivität) äußert.

Sie gilt heute als häufigste psychiatrische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen. Jungen sind merklich häufiger betroffen als Mädchen.

Neben ADHS existieren alternative Bezeichnungen und Abkürzungen, die teilweise übereinstimmende Krankheitsbilder beschreiben, teilweise spezielle Ausprägungen bezeichnen. Umgangssprachlich verbreitet ist insbesondere die Bezeichnung Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom oder -störung (ADS). Diese wird aber auch von Betroffenen der Aufmerksamkeitsstörung ohne ausgeprägte Hyperaktivität verwendet, wie auch die Abkürzung AD(H)S, die signalisieren soll, dass Hyperaktivität nicht zwingend als Symptom vorhanden sein muss. ADHS scheint ein multifaktoriell bedingtes Störungsbild mit einer erblichen Veranlagung zu sein, die die Ausbildung der Krankheit begünstigt.

Für den Verlauf und die individuelle Ausprägung spielen daneben psychosoziale Faktoren und Umweltbedingungen (z. B. die Qualität des Unterrichts) eine wichtige Rolle. Allerdings gibt es, trotz vieler möglicher unterschiedlicher biologischer Ursachen, kein stimmiges und zugleich vollständiges Modell zur Entstehung und Entwicklung von ADHS.

Betroffene und ihre Angehörigen stehen meist unter erheblichem Druck. Versagen in Schule oder Beruf sowie die Entwicklung von weiteren psychischen Störungen sind häufig. Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad, den jeweiligen Symptomen sowie dem Alter des Betroffenen. Wegen der Komplexität der Störung wird angestrebt, verschiedene Behandlungsansätze zu einer auf den Patienten und sein soziales Umfeld zugeschnittenen Therapie zu kombinieren.

Über AVWS

Als AVWS (Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung) wird eine Störung bezeichnet, bei der die Verarbeitung von Geräuschen/Lauten zwischen dem Innenohr und dem Gehirn nicht optimal funktioniert (und nicht in einer eingeschränkten Funktion des Hörorgans selbst begründet ist).


Eine AVWS zeichnet sich unterem anderem durch die Beeinträchtigung der auditiven Aufmerksamkeit aus, wie auch durch:

  • Eingeschränktes Erkennen unterschiedlicher Laute
  • Probleme beim Nachsprechen von Silben
  • Trennen von Nutz- und Hörschall (z.B. im Klassenzimmer: gesprochenes Wort versus Umgebungslärm) sowie
  • Verlangsamte Verarbeitung gesprochener (verbaler) Information.

Die Behandlung von AVWS bei Kindern erfolgt meist durch Übungen, die Förderung von ausgleichenden Funktionen sowie durch die Verbesserung dessen, was gehört werden soll. Dabei sollten in der Therapie optimaler Weise alle drei Bereiche berücksichtigt werden.

Bei weiterne Auffälligkeiten (z. B. Lese-Rechtschreib-Störungen, Sprachentwicklungsstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen) ist der Therapiebedarf im auditiven Bereich mit Alltag, Schule/Beruf abzustimmen.

Zu den Übungen bei AVWS gehören zum einen teilfunktionsspezifische, sprachgebundene auditive Behandlungsformen, zu denen unter anderem Übungen zur Phonemdifferenzierung, Phonemidentifikation, Phonemanalyse in Wörtern, Phonemsynthese und zur phonologischen Bewusstheit zählen. Zudem werden Trainingsverfahren der sprachfreien auditiven Funktionen (z. B. Ordnungsschwellentraining, Training auditiver Low-level-Funktionen) oder mit modifizierten Sprachsignalen (z. B. Fast-ForWord, Lateraltraining, Hochtontraining) angeboten.

 

Quelle: Wikipedia

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